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Maries Regenwaldlied
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Zeichnung von Christian Botsch

Spiritualität

Schon als Kind hatte ich einen besonderen Zugang zur spirituellen Welt. Ich sah Wesenheiten, besonders im Garten und in der Natur im Allgemeinen, in der ich mich mit großer Vorliebe aufhielt. Viel Zeit verbrachte ich mit Bäumen, kletterte in die Wipfel und lauschte auf die Musik des Windes in den Blättern, wobei ich immer die Präsenz der Naturgeister spürte. Nachts schlafwandelte ich und meine Mutter musste mich wiederholt aufsammeln und wieder ins Bett bringen. Besonders bei Krankheiten hatte ich Visionen von Vorfällen seltsamer Art und wachte verstört auf, weil ich sie nicht einordnen konnte. Viel später erst konnte ich ihre Bedeutung entschlüsseln.

Mein Elternhaus war liberal und esoterischen Dingen gegenüber aufgeschlossen. Der Vater meiner Mutter war Antroposoph und hatte in Velbert-Langenberg als leidenschaftlicher Maler eine Künstlergemeinschaft gegründet. Er war neben seinem Beruf Imker und Herr über einen wunderbaren Garten, in dem alles gedieh. Im großelterlichen Haushalt griff man bei Krankheiten auf Heilpflanzen zurück, entweder als selbsthergestellte Essenzen oder Packungen oder in Form von Homöopathie.

Mein Vater stammte hingegen aus einer streng akademisch orientierten Familie mit natürlicher Abneigung gegen das Übernatürliche. Getrieben von unüberwindlichem Wissensdurst gepaart mit Widerspruchsgeist beschäftigte er sich intensiv mit der Ufo-Literatur Erich van Dänikens, mit den ersten Berichten Thorwald Dethleffsens über experimentelle Rückführungen und schließlich mit dem deutschen Propheten Jakob Lorber.

Eine schlagartige Wiedererinnerung an früheres Wissen kam, als meine Schwester mir während des Musikstudiums „Die Einweihung“ von Elisabeth Haich schenkte. Danach las ich verstärkt bergeweise esoterische Literatur und schleppte sie sogar mit nach Israel. Dort las ich mich auch durch die Klosterbibliothek des Dormitio-Klosters auf dem Zionsberg, immer auf der Suche nach einer tieferen Ausdeutung der Bibel, denn die gängigen Erklärungen der Theologen befriedigten mich nicht mehr. Dort lernte ich natürlich auch die Kabbala kennen und erkannte, dass die Bibelgeschichten Verschlüsselungen sind und dass ihre wahre Bedeutung durch ihren numerologischen Wert erkannt werden kann.

Das und vieles mehr wuchs mir zu in dieser Zeit. Ich machte seit Jahren regelmäßig Yoga, meditierte und nahm Verbindung auf zur Christus-Energie. Irgendwann war ich soweit: ich wollte mithelfen bei dem großen Ziel, Liebe zu verwirklichen und wandte mich an die Engel. Ich bat sie, mir eine Aufgabe zuzuweisen, eine Tätigkeit, mit der ich Menschen helfen könnte, glücklich zu werden und ihr eigenes Potential voll zu entfalten.

Aus dieser Zeit stammt die Zusammenarbeit. Die Engel geben mir das nötige Wissen. Sie öffnen mir die Energieebene der Menschen und lassen mich hineinschauen und fühlen, sodass ich weiß, wo der Schmerz und die Verletzung liegen und wie man helfen kann.

Das ist meine Aufgabe und mein innerstes Anliegen. Ich möchte, dass die Menschen glücklich sind. Dass sie sich ihrer Kraft bewusst werden und sie zielgerichtet einsetzen. Und dass sie Kenntnis von ihrer Fähigkeit nehmen, mit ihrer bloßen Gedankenkraft Frieden oder Krieg schaffen zu können, in der Familie oder der Gesellschaft, im Kleinen wie im Großen. Wer liebt, ist glücklich, und wer glücklich ist, wird den Krieg als Ausdrucksform nicht mehr benötigen. Dieses Wissen hat unsere Welt bitter nötig, aber nicht nur das Wissen darum, sondern auch die Handlung, die daraus erfolgen sollte.

Gut ist es, von Liebe zu reden, besser, sie zu verwirklichen. Im Kleinen wie im Großen. Nichts und niemand ist zu klein und unbedeutend. Christus hat uns diese Erkenntnis wieder und wieder vermittelt. Wir alle sind wichtig bei dem großen Werk, und nur zusammen können wir es schaffen!

 

DAS AUGE GOTTES

Dieses Foto ist sehr selten, es wurde von der NASA aufgenommen. Ein derartiges Ereignis passiert nur alle 3000 Jahre.

Das Foto wurde von der NASA „Das Auge Gottes" genannt.

 

Gedanken von Christian Botsch

Wenn bei einem Langstreckenlauf
der Gewinner
seinen überragenden Vorsprung nutzt,
um am Ziel
einen Stand mit Erfrischungsgetränken
aufzubauen,
dann gibt es keine Verlierer.

*

Man sollte einen Menschen
nicht auf seine Hausaufgaben
aufmerksam machen,
nur weil man selbst
dieses Wort buchstabieren kann.

*

Unser Herz
macht Rechtschreibfehler,
der Verstand nicht.

Unser Herz
erkennt den Sinn,
der Verstand nicht.

*

Unternehmen
sind wie kleine Königreiche;
nur die Achtsamen erkennen,
dass die wahre Königin
manchmal die Putzfrau ist.

*

An die Werbefachleute:
Warum schreien Sie so laut?
Brauchen Sie nur Hilfe
oder wollen Sie vor Ihren Produkten warnen?

*

Es gibt Ertrinkende,
die sich empören,
wenn das Rettungsboot
nicht in der Farbe
ihrer Vorstellung erscheint.

*

Gewinnsucht und Gier
haben ungeheure Mengen
fauler Früchte hervorgebracht.
Es bedarf großer Laderäume
zu Wasser und zu Land,
damit der Hunger nach faulen Früchten
auch in den entlegensten Gebieten
gestillt werden kann.

*

Ihr kennt die ersten Pflanzen,
selbst den kleinsten Fisch,
lest sogar aus Steinen –
nur die Wahrheit sehen
wollt ihr nicht!

*

Wenn sich der Mensch
anstatt mit Statistiken
wieder vermehrt
mit Kirschkernweitspucken befasst,
dann wird er erkennen,
dass Kirschkernweitspucken
in freier Natur
mehr Früchte trägt.

***

 

 

Meditationen

 

01. Meditation: Die grüne Meditation des ersten Chakras

02. Meditation: Die rote Meditation des ersten Chakras

03. Meditation: Die blaue Meditation des zweiten Chakras

04. Meditation Die orangefarbene Meditation des zweiten Chakras

05. Meditation: Die violette Meditation des dritten Chakras

06. Meditation: Die gelbe Meditation des dritten Chakras

07. Meditation: Die rosafarbene Meditation des vierten Chakras

08. Meditation: Die dreifarbige Meditation des vierten Chakras

09. Meditation: Die blaugrüne Meditation des fünften Chakras

10. Meditation: Die dreifarbige Meditation des fünften Chakras

11. Meditation: Die indigofarbene Meditation des sechsten Chakras

12. Meditation: Die goldene Meditation des sechsten Chakras

13. Meditation: Die dunkelviolette Meditation des siebten Chakras

14. Meditation: Die Kristallmeditation des siebten Chakras

Abschlussmediation für alle Chakren

"Mein Guru" als Hörbeispiel

 

1. Die grüne Meditation des ersten Chakras

Das Basis- oder Wurzelchakra, gleichzeitig Sitz der Kundalini, befindet sich im Steißbein. Zugeordnet ist eine Lotosblüte mit vier Blättern. Das Wurzelchakra verbindet uns mit Mutter Erde, aus ihr beziehen wir unsere energetische Nahrung, die das Chakra an unseren Körper weiterleitet. Im übertragenen Sinne steht es auch für die Verbindung zur leiblichen Mutter. Hier wohnt unsere elementare Schöpferkraft, Fruchtbarkeit, instinktiver Überlebenswille, Urvertrauen. Das Wurzelchakra repräsentiert unsere körperliche Existenz und unseren Umgang mit Materie.

Wenn ich mich durch eine Farbmeditation aus dem ersten Missstand, der Wut, der Vorschnelligkeit, dem Druck oder der Herrschsucht befreien will, so wähle ich die Farbe Grün. Ich wähle einen grünen Heilstein und halte ihn während der Meditation in den Händen. Ich setze mich in den Lotos- oder Schneidersitz, ich kann allerdings auch einen Stuhl benutzen. Ich konzentriere mein Bewusstsein auf mein Basischakra am Steißbein und verweile dort eine zeitlang.

Nun mache ich sieben bewusste Atemzüge. Beim Einatmen konzentriere ich mich auf eine Eigenschaft, die mit dem Basischakra verbunden ist und die ich an mir vermisse.
Ich atme tief ein und aus. Ich denke an Vertrauen und atme es ein. Dann atme ich wieder aus.

Ich denke an Vertrauen und atme es ein. Dann atme ich wieder aus. Ich wiederhole dies noch fünf Mal.

Nun stelle ich mir ein kühlendes Moosbett vor, auf dem ich mich ausstrecke, über mir die Wipfel der Bäume, deren Blätter mir beruhigend zuwispern und mich einlullen mit ihrem gleichmäßigen Rauschen. Ich nehme mit allen Fasern meines Körpers die Schwingungen von Mutter Erde in mir auf. Sie erfüllt mich mit ihrem gleichmäßigen Pulsieren, mit ihrem Ein- und Ausatmen. Zusammen mit ihr atme ich ein und aus, ganz langsam und bewusst.
Nach einer Weile erhebe ich mich und streife durch eine Wiese mit wilden Blumen. Ich pflücke ein paar Gräser, kitzele mich damit an der Nase und sauge ihren Duft ein. Ich lasse meine Augen über die endlose grüne Fläche wandern und kühle meine aufgewühlten Sinne. Der nach Minze duftende Wind umschmeichelt meine Nase und spielt in meinen Haaren. Ich spüre den Wind, ich rieche ihn, ich konzentriere all meine Sinne auf ihn.

Jetzt schaue ich mich um und atme das Grün. Es gibt so viel verschiedenes Grün in den Blättern der Bäume oder Blumen, in den Gräsern, Gewürzen oder Früchten; es gibt gurkengrün und weizengrün, avocadogrün und apfelgrün, salatgrün und erbsengrün, moosgrün und smaragdgrün, jadegrün und olivgrün, pistaziengrün und farngrün, salbeigrün und oreganogrün – unendliche Variationen. Vor meinem inneren Auge erstehen ganz viele grüne Planzen in ihren verschiedenen Grüntönungen.

Jetzt sehe ich auch die Pflanzenwesenheiten, die Elfen, die um die Pflanzen herumschweben und für sie sorgen. Ich konzentriere mich auf sie und lassen sie tun, was immer sie wollen.

Nach einer Weile kann ich sogar die Musik des Grüns hören. Es ist die Schwingung der grünen Töne, das Zusammenspiel der vielen verschiedenen Grüns. Diese Musik ist beruhigend und löst mich aus jeglichem Druck. Es ist ein harmonischer Zusammenklang vieler Töne, die alle Spannungen aus dem Körper holen und auflösen.

Ich bleibe stehen und stelle mich mitten auf die Wiese. Auch auf den Fußsohlen befinden sich Neben-Energiezentren – mit den Füßen trete ich in Kontakt mit der Erde. Ich breite nun Arme und Beine aus und stelle mir vor, ich wäre ein Baum.

Meine langen starken Wurzeln reichen weit in die Erde hinein und mit meinen Ästen greife ich nach den Sternen oder nach der Sonne.

Der Wind säuselt in meinem Blattwerk, Vögel besuchen mich und zwitschern ihre Melodien.

Ich sauge Nahrung aus dem Boden und verteile sie bis in die äußersten Spitzen meiner Zweige.

Und so kann ich wieder durchatmen, in meine Stille finden und aus der Basisenergie eine geläuterte Kraft schöpfen. Ich werde zugänglicher für die Bedürfnisse anderer und werde lernen, besser zuzuhören. Das Grün besänftigt meine Wut und gibt mir Antwort: Ich weiß wieder, wer ich bin und warum es mich gibt. Ich fühle mich verbunden mit Erde und Himmel.
Ich sage mir: ‚Ich bin verwurzelt in der Erde und reiche in den Himmel.’

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2. Die rote Meditation des ersten Chakras

Fühle ich mich gefangen im passiven, negativen Zustand, also antriebslos, unsicher und schlecht geerdet, so brauche ich das Rot als Anregung, als Signal der Lebensfreude. Ich wähle einen roten Stein und lege ihn vor mich hin. Ich schicke mein Bewusstsein in das Wurzelchakra und fühle mich dort ein. Ich atme Lebensfreude.

Ich denke an Lebensfreude und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus.

Ich wiederhole dies noch sechsmal.

Ich verbinde mich mit meiner Fantasie und sehe ein paar feurig rote Kleidungsstücke vor mir liegen. Ich wähle jenes aus, das mir am meisten gefällt und streife es über. Ich bewege mich in diesem Gewand, drehe und wende mich versuchsweise. Der kühle Stoff umflattert mich und folgt meinen Bewegungen.
Das Rot inspiriert mich. Es verleiht mir Kraft und Lebensmut. Wie frisches Blut schießt es in meine Adern und durchpulst mich. Ich denke an die vielen Rottöne in meinem Leben, an das Rot meiner Lippen, das Rot meines Blutes, das Rot meiner Liebe!

Ich denke an das Rot der verschiedenen Beeren: erdbeerrot, johannisbeerrot, himbeerrot, preisselbeerrot; ich denke an Kirschen und unreife Brombeeren; an Tomaten und Paprika; an Rosen oder Hagebutten; an eingesprenkeltes Mohnrot in Wiesen, an rotgestreifte Gräser oder Blätter; an feurige Sonnenuntergänge, prasselndes Feuer, rote Luftballons.

Eine nie geahnte Kraft fließt aus der Erde in mich ein. Sie fließt durch meine Fußsohlen, die Beine hoch und verteilt sich in meinem ganzen Körper.

Ich beginne zu tanzen. Ich wirbele über den Tanzboden eines Ballsaales oder über eine Wiese, eine Straße, einen Strand.

Zunächst tanze ich alleine. Nach einiger Zeit gesellen sich andere Personen dazu. Ich tanze mit verschiedenen Partnern oder Partnerinnen. Ich tanze die unterschiedlichsten Figuren, gerade so, wie sie mir in den Sinn kommen.

Ich fühle eine wilde Freude in mir, so wie ich es lange nicht mehr verspürt habe. Ich will das Leben leben, in all seiner Buntheit, in all seiner Schönheit. Was ich anpacke, wird mir gelingen, dank der unerschöpflichen Antriebskraft, die in mir wirkt.

Ich spüre in mich hinein und fühle Glück!

Ich fühle es in meinem ganzen Körper, in meinem Herzen, unter meinen Fußsohlen und am Scheitel. Ich bin geerdet, meine Fußsohlen kribbeln. Ich schaue zurück auf meine Mutlosigkeit und lasse sie gehen.

Ich sage mir: ‚Die Erde nährt mich. Ich bin von Kopf bis Fuß lebendig!’

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3. Die blaue Meditation des zweiten Chakras

Das Sakral- oder Sexualchakra befindet sich im Nervenzentrum eine Handbreit unter dem Nabel und wird symbolisiert durch den sechsblättrigen Lotos. Die zugeordnete Farbe ist Orange, Komplementärfarbe Blau
Fließt die Kraft hier frei, so steht sie für Liebe, Lust, Hingabe, Fortpflanzung. Der Mensch ist selbstsicher und warm. Er ist gelassen, in sich ruhend, großzügig und tolerant, schöpferisch in allen Lebensbereichen und hat Sinn für Schönheit. Er ist gerne mit Menschen zusammen. Seine Sexualität ist frei und ohne Blockaden, er genießt und lebt in seiner Fülle. Dementsprechend gut ist seine Gesundheit, auch die der Fortpflanzungsorgane, in deren unmittelbarem Bereich das Nervenzentrum ja angesiedelt ist.
Leide ich an Selbstüberschätzung und Hochmut, wähle ich einen blauen Stein. Blau holt mich zurück aus der hitzigen Selbstüberschätzung in den kühleren Bereich der Selbsteinschätzung. Ich konzentriere mich auf das Sexualchakra und lasse mein Bewusstsein eine zeitlang dort verweilen.

Ich atme Demut. Ich denke an Demut und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus.

Ich wiederhole dieses noch sechsmal.

Jetzt stelle ich mir vor, wie ich in ein nachtblaues Gewand schlüpfe, ein leichtes, fließendes Gewand aus weichem Stoff, der an manchen Stellen ins Silberne changiert. Ich fühle den leichten Stoff auf meiner Haut und bewege mich. Der Stoff folgt meinen Bewegungen und strecihelt mich.

Vor mir breitet sich ein tiefblaues Meer aus, das an den Strand schwappt und am Horizont in einen Himmel aus lichterem Blau übergeht. Ich schaue in dieses endlose Blau und nehme es tief atmend in mich auf.

Nun setze ich mich im Schneidersitz in den Sand und schaue wieder in das endlose Blau in Blau. Mein Bewusstsein konzentriert sich auf das Sakralchakra im Unterleib, ich spüre, wie sich meine Kräfte dort sammeln.

Ich sehe meinen Engel vor mir stehen. Er ist groß und schön, seine Gestalt ist umflossen von Licht. Es ist ein Licht zwischen Sonne und Mond und tut meinen Augen gut.

Ich lächle meinen Engel an und er lächelt zurück. Er hebt die Hände und hält sie wie eine Schale vor mich hin. Er schaut mich an.

Ich denke an meinen Hochmut, an meine Unbescheidenheit. Ich sehe Situationen vor mir, in denen ich hochmütig war.

Nun lege ich all meinen Hochmut in die Hände meines Engels. Er nimmt ihn und lässt ihn in warmem Licht zerfließen. Er lächelt mich wieder an. Sein Lächeln erwärmt mir das Herz. Ich fühle mich vollständig geborgen.

Ich konzentriere mich auf Situationen, wo ich aufgeschnitten habe. In denen ich meinte, mich aufspielen zu müssen, weil ich nicht an mich glaubte. Nun lege ich meine Protzerei in die Hände meines Engels. Ich habe es nicht mehr nötig aufzuschneiden. Ich weiß, wer ich bin und was ich kann. Ich muss das nicht mehr beweisen. Mir nicht und den anderen nicht. Ich lasse locker.

Ich lege meine Rachsucht in seine Hände. Ich weiß, dass jeder Fehler macht. Ich habe auch viele Fehler gemacht. Ich denke an einen dieser Fehler. Ein Fehler, an den ich immer mal wieder denken muss.

Ich lasse die Erinnerung daran jetzt los. Ich verzeihe dem anderen seine Fehler. Ich verzeihe mir meine eigenen Fehler.

Ich lasse Großmut in mich einströmen.

Ich fühle mich nun gut so wie ich bin. Nicht besser und nicht schlechter als andere Menschen. Ich erkenne mein Potential und meine besondere Fähigkeit. Ich weiß, dass jeder Mensch sein Potential und seine eigene Fähigkeit besitzt. Ich erfreue mich an der Vielfalt.

Ich spüre, wie das Chakra in meinem Unterleib sich dreht und mich mit Weichheit und Güte erfüllt.

Ich nehme mein Leben an. Ich werde meine Kraft dazu benutzen, es noch schöner zu gestalten, indem ich bewusster lebe und Veränderungen zulasse. Ich fühle mich glücklich.

Ich sitze noch eine Weile am Strand und behalte das Gefühl des Glücks in mir. Der Tag vergeht und der Abend naht. Das Blau vor mir wird intensiver, es verwandelt sich in Enzian und schließlich in das blaue sternenbesetzte Schwarz. Ich fühle mich einbezogen in diesen Kosmos, umhüllt von seinem samtigen Blauschwarz und weiß, dass ich nicht allein bin.

Ich sage mir: ‚Ich öffne mich. Ich bin bereit für Veränderungen.’

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4. Die orangefarbene Meditation des zweiten Chakras

Fühle ich mich depressiv, gehemmt und gefühlskalt wähle ich einen orangefarbenen Stein. Diese Farbe ist voller Wärme, in die ich mich einkuscheln kann. Sie strahlt Lebensfreude aus, Bejahung der Schöpfung. Wenn ich mich in Orange kleide, so färbt dieser Optimismus auf mich ab. Orange ist wie ein Feuer, das mich wärmt und nicht verbrennt.

Ich konzentriere mich auf das Sakralchakra im Unterleib. Ich atme ein großes ‚JA’ zur Schöpfung und zu meinem Hiersein.

Ich denke an dieses JA und atme es ein. Dann atme ich wieder aus.

Ich wiederhole dies noch sechsmal.

Nun lasse ich Bilder an meinem inneren Auge vorüberziehen, Bilder des vergangenen Tages. Wo war ich gefühlskalt, nörglerisch? Wo war ich launenhaft und pessimistisch, habe immer nur die negativen Seiten gesehen? Wo habe ich jemanden entmutigt statt ihn zu stützen? Wo habe ich mich mit meinem ganzen Gewicht an jemanden gehängt und auch ihn schwer gemacht? Wo habe ich meine Verantwortung für mich abgegeben und sie jemand anderem aufgebürdet? Wie oft habe ich gesagt: ‚Ich kann und will nicht mehr, es ist zu schwer, jemand muss mich tragen’?

Ich schaue mir alles genau an und leere dann meinen Kopf von Gedanken. Wieder lenke ich mein Bewusstsein in meinen Unterleib.

Nun sehe ich mich auf einer ockerbraunen Ebene ausschreiten, vor- und hinter mir sind ganz viele Menschen, die auch in orangefarbene Gewänder gehüllt sind. Wir singen, schauen nach vorn und schreiten aus. Zusammen mit uns ziehen kleinere Tierherden, Giraffen, Elefanten, Zebras. Es gibt nur ein paar vereinzelte Bäume. Aber die Landschaft ist trotzdem schön, birgt eine große Fülle unter der orangefarbenen Sonne, die uns gerade richtig wärmt.

Wir fühlen uns verbunden. Wir sind eine Gemeinschaft, die unter gleichen Bedingungen lebt, die gleiche Sonne sieht, die gleiche Luft atmet, die gleichen Lieder singt. Wir sind eins mit dem Wind, der Sonne, dem Himmel, der Steppe. Wir sind eins mit dem Land, dem Wasser, der Luft, eins mit Menschen und Tieren. Wärme ist in uns und um uns herum, eine leuchtende, bergende Wärme, ein Strahlen, eine Verheißung.

Wir gelangen zu einer Quelle, in der wir baden. Wir ziehen dafür die Gewänder nicht aus – wir behalten sie an, sie kleben an unseren Körpern und verwandeln sich, solange sie nass sind, in den ockerbraunen Farbton der Ebene, auf der wir gewandert sind. Die Tropfen perlen über unsere Haut und glitzern im Sonnenlicht. Sie spenden uns Kühle und Lebendigkeit.

Die Sonne trocknet nach und nach unser Gewand, bis es wieder in warmem Orange glüht. Es flattert im leichten Wind der ockerfarbenen Steppe um unseren Körper, schmiegt sich an unsere Haut und streichelt uns. Wir fühlen uns kräftig. Unser Körper fühlt sich stark. Wir erkennen, dass wir alles meistern können.

Wir sagen uns: ‚Das Leben ist schön. Ich lasse mich darauf ein.’

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5. Die violette Meditation des dritten Chakras

Das Solar-Plexus-Chakra liegt etwa zwei Finger breit über dem Bauchnabel zwischen den Rippenbogen. Ihm zugeordnet ist der zehnblättrige Lotos. Seine Farbe ist Gelb, die Komplementärfarbe Violett. Im Sonnengeflecht ist der persönliche Wille verankert, aus der heraus man seinen Kosmos schafft. Hier ist aber auch der Anbindungspunkt für die leuchtende Lebensschnur, die sogenannte ‚Silberschnur’, die uns an den Körper anbindet, wenn wir uns im Traum oder auf schamanischen Reisen außerhalb des Körpers befinden. Wird diese Schnur durchtrennt, so verlassen wir den Körper. Dies nennt man gemeinhin ‚Tod’, was für den Normalgesichtigen ‚Ende’ und ‚Abschied’ bedeutet und für den Hellsichtigen gleichzeitig ‚Wandlung’ und ‚Kontinuität’.

Eine frei fließende Kraft in diesem Chakra bedeutet Anbindung an die Gefühlswelt, Verbindung zwischen Verstand und Emotion, Intellekt und Intelligenz, Inspiration, Kommunikationsfreude, Lebenskraft, Kommunikationsfähigkeit, Mittlertätigkeit, geistige Wendigkeit, Durchsetzungsfähigkeit der Wünsche und Zielsetzungen, Willens- und Lebenskraft und Entwicklung einer starken Persönlichkeit.

Wenn ich voller Wut bin und sich meine Gedanken nur um sich selber drehen, meditiere ich mit der Komplementärfarbe von Gelb, dem Violett.
Violett ist die Farbe der Geistigkeit, der Vergeistigung. Sie ist das Symbol für das dritte Auge. Verständnis weicht dem Erkennen, dem intuitiven Erfassen. Ich bin fähig, meine krampfhaft verfolgten Ziele im violetten Licht loszulassen und aufzulösen und mich komplett zu entspannen.

Ich konzentriere mich auf meinen Solar Plexus knapp über dem Bauchnabel und bleibe dort, solange ich es will.

Ich atme Loslösung. Ich denke an Loslösung und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus.
Ich wiederhole dies noch sechsmal.

Nun stelle ich mir ein Feld voller Glockenblumen vor. Ich gehe mitten hinein. Die Blumen um mich herum nicken leicht im Wind und ich konzentriere mich auf ihr melodisches Klingen.

Die Sonne scheint durch die zarten Blütenwände und lässt sie beinahe durchsichtig werden. Ich bin umgeben von der zartvioletten Farbe, dem Raunen des Windes, einem ganz feinen Duft, den leichten Flattergeräuschen vorbeiziehender Vögel.

Ich sehe mich aus ihrer Perspektive: ein kleiner Mensch inmitten eines wogenden violetten Blumenfeldes. Ich gebe mir alle Zeit der Welt, mich durch dieses Feld streifen zu lassen. Ich habe keine Verpflichtungen, kann mich einfach nur dem reinen Sein inmitten dieses violetten Feldes hingeben.

Schließlich suche ich mir einen geeigneten Ort, um mich niederzulassen. Ich setze mich und schaue mich um.

Gemächlich lasse ich die Gedanken und Ereignisse dieses oder des vergangenen Tages an mir vorüberziehen. Ich erinnere mich an kleine Details und lasse sie vor meinem inneren Auge wiedererstehen. Ich beschaue all meine Gedanken und Taten aus dieser höheren Sicht, frage mich, ob ich das, was ich getan habe, wieder tun oder ob ich meinen Kurs ändern möchte.

Ich lasse mich von der Klarheit des violetten Lichts dazu bringen, meine Taten objektiv zu beurteilen. Das, was ich verändern will, gebe ich in das Licht und lasse es dort auflösen.

Ich gebe jede Art von Manipulation auf. Ich will doch in Wirklichkeit, dass jeder seine Freiheit hat. So wie ich meine eigene Freiheit brauche, um zu entscheiden, was ich will und was nicht.

Ich nehme mir vor, niemanden mehr zu erpressen, niemandem mehr zu sagen: ‚Wenn du das nicht tust, liebe ich dich nicht mehr.’

Ich nehme Abschied von der Intrige. Ich beschließe, Klarheit in mein Leben zu bringen und von nun an das zu sagen, was ich denke und fühle.

Ich beschließe, Missverständnissen vorzubeugen und Erklärungen für mein Verhalten zu geben. Ich öffne mich und lasse andere Standpunkte zu. Ich versteife mich nicht mehr auf meine Sicht der Dinge.

 

Ich sehe mich von oben: ein kleiner Mensch inmitten eines Feldes von Glockenblumen. Ich gehöre dazu. Ich bin ein Bestandteil der Schöpfung. Ich bin Farbe, Form, Klang und Duft. Ich fühle mich eins mit der Natur und will nur noch vom Strom der Energie getragen werden. Ich spüre die Wärme in meinem Sonnengeflecht.

Ich sage mir: ‚Ich öffne mich vertrauensvoll der Kraft und erreiche mühelos mein Ziel.’

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6. Die gelbe Meditation des dritten Chakras

Wenn ich an Ziellosigkeit leide, an Negativität, Neid, Minderwertigkeit, Abgetrenntheit von meinem Gefühl - dann meditiere ich in Gelb und benutze einen gelben Stein.

Gelb ist die Farbe der Sonne, des Lichts, der Lebensfreude. Gelb strahlt in die letzten Winkel und lässt gelb gestrichene Räume aussehen, als scheine die Sonne in ihnen.

Ich schließe die Augen und stelle mir vor, wie ich ins Sonnenlicht hinaustrete. Mein Gewand ist liliengelb oder zitronengelb, bananengelb oder ananasgelb. Die Sonne scheint auf meine Kleidung und lässt sie aufstrahlen.

Ich schließe meine Augen und konzentriere mich auf den Solar Plexus. Ich halte mein Bewusstsein so lange dort, wie ich es will. Ich atme Licht.

Ich denke an Licht und atme es ein. Dann atme ich wieder aus. Dies wiederhole ich noch sechsmal.

 

Ich denke an die Vielfalt der Farbe Gelb. Ich stelle mir eine wärmende Sommersonne vor und Blumen, die sich unter ihrem Einfluss entfalten und zu ihr hinstreben: schmetterlingsgelbe Goldruten, hellgelbe, papierne Schwertlilien, dottergelben Löwenzahn, blassgelbe Schlüsselblumen, zitronengelbe Primeln, vanillefarbene Rosen, ein ganzes Feld voller Sonnenblumen!

Der Duft dieser Blumen ist betörend. Gelber Blütenstaub pudert meine Nase, wenn ich an den Blütenkelchen rieche.

Ich breite meine Arme aus und spüre die wärmende Kraft der Sonne auf meiner Haut. Sie durchpulst meinen Körper, sie erfüllt mich mit Schwung und Optimismus. Ich danke ihr aus ganzem Herzen für ihre belebenden Energien.

Ich sehe, wie sich ihr goldenes Licht bündelt und in mein Kronenchakra auf dem Scheitel einfließt.

Mein Kopf wird ganz hell, dann mein Hals – das Licht fließt weiter in meine Brust, die Schultern und Arme. Mein Herz wird ganz hell und warm. Weiter fließt das Licht in meinen Solar Plexus, dann in meinen Unterleib, die Beine und Füße. Mein ganzer Körper ist nun erfüllt mit Licht. Es fließt weiter in die Erde und von dort wieder zur Sonne und von dort wieder zu mir.

Ich sehe mich von außen: eine strahlende Lichtfigur mit ausgebreiteten Armen, verbunden mit und gespeist durch Himmel und Erde!

Nun lasse ich das Licht in den Boden fließen und erneuere den Zufluss von oben nicht. Ich nehme wahr, dass entlang der Mittelachse meines Körpers kleine Sonnenscheiben übrig geblieben sind. Sie wirbeln und drehen sich und erfüllen mich mit einer grenzenlosen Energie.

 

Ich verankere das Wissen in mir, dass diese Sonnen tatsächlich in mir wirken. Es sind meine Energiezentren, meine Chakren. Ich sehe mich mit meinen wirbelnden Sonnenrädern.

Ich behalte ihr Bild vor meinen inneren Augen, während ich langsam meine äußeren Augen öffne. Ich versuche auch mit geöffneten Augen das Bild zu sehen: mich mit meinen leuchtenden Energiezentren.

Immer, wenn ich mich müde und ausgelaugt fühle, kann ich dieses Bild aktivieren und erinnere mich dadurch an meine wahre Natur.

Ich kann hier aufhören oder noch weiter gehen in meinen inneren Bildern.

Ich kann mir vorstellen, wie der Sonnengott Helios mit seinem Sonnenwagen vor mir landet. Vier feurige Rosse sind vorgespannt.

Ich steige ein und Helios lenkt das Gefährt zurück in den Himmel. Ich lasse mich rund um die Erdkugel fahren. Überall, wo wir erscheinen, wird es hell auf der Erde. Die Menschen erwachen, reiben sich die Augen und schauen zu uns auf.

Ich beschaue die Erde von oben und erfreue mich an ihrer Vielfalt. Die blauen, schaumgekrönten Meere, die Flüsse, die sich wie Bänder durch die grünen und braunen Ebenen schlängeln, vorbei an Städten und Dörfern, in denen es von Menschen und Tieren wimmelt; die sanft geschwungenen Täler und schroffen, schneebedeckten Berge, die Schluchten und Fjorde, die Wüsten, Wälder und Oasen.

 

Ich erkenne, wie lebensspendend die Kraft der Sonne ist. Ohne sie wäre die Erde ein öder, dunkler und kalter Planet. Nichts würde auf ihm wachsen und gedeihen. Es gäbe weder Pflanzen, Tiere noch Menschen. Man würde kein Lachen hören, kein Singen, es gäbe keine Farben und Düfte. Die Sonne ist unser Lebensquell!

Helios bringt mich wieder zurück in meinen Garten. Sanft landet seine Kutsche und ich steige aus.

Ich blicke ihm nach, wie er verschwindet und schaue wieder in meinen gelben Garten.

Das Leben durchströmt mich in seiner Schönheit, Kraft und Fülle.

Ich sage zu mir: ‚Ich lebe in meiner Fülle und werde siegen!’

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7. Die rosafarbene Meditation des vierten Chakras

Das Herzchakra befindet sich in der Mitte der Brust. Ihm zugeordnet ist der zwölfblättrige Lotos. Seine Farbe ist zartgrün, rosa und gold.
Im frei fließenden Zustand befähigt uns dieses Zentrum zur ‚Herzlichkeit’. Es bedeutet Hingabe, spirituelle Liebe, Einfühlungsvermögen für unsere Mitmenschen, Großzügigkeit, freie Entfaltung unserer Persönlichkeit, Heilung und Selbstheilung, soziales Denken und Handeln, Übernahme von Verantwortung für unsere Umwelt und Entwicklung unserer Herzensweisheit.

Fühle ich, dass sich mein Herz verhärtet hat, meditiere ich in rosa. Rosa ist die Farbe der Liebe - einer verzeihenden, umhüllenden, tröstenden Liebe. Rosa hat etwas Unschuldiges an sich, etwas Reines, es ist sanft und mütterlich. Es ist die Farbe frühlingshafter Blüten, die Farbe der Verkündigung. Sie ist weich und reich an kleinen Variationen.
Ich wähle einen rosafarbenen Stein und suche mir einen geeigneten, ungestörten Platz. Dort strecke ich mich auf dem Boden aus und lege den Stein unter den Rippenbogen.

Mein Bewusstsein ist im Herzchakra. Ich verweile darin.

Ich atme Liebe. Ich denke an Liebe und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus. Dies wiederhole ich noch sechsmal.

Nun denke ich an jemanden, den ich überhaupt nicht mag oder dem ich unendlich böse bin. Es kann mein Partner sein, mit dem ich mich gestritten habe oder mit dem ich mich nicht mehr verstehe. Es kann ein Freund oder eine Freundin sein, die mich meiner Meinung nach verraten oder ungerecht behandelt haben. Es kann mein Chef sein oder ein Verwandter. Es kann meine Mutter sein oder mein Vater.

Ich stelle mir eine Situation mit dieser Person vor, in der ich besonders wütend oder verletzt war; in der mich eine Woge von Hass überspült hat; in der ich den anderen am liebsten geschüttelt oder umgebracht hätte; in der ich in eine innere Kälte gegangen bin und mich dort eingeschlossen habe.

Mein Bewusstsein ist im Herzen lokalisiert. Ich stelle mir mein Herzchakra als rosafarbenes, sich drehendes Rad vor. Ich sehe, wie es sich sehr schnell im Uhrzeigersinn dreht.

Nun stelle ich mir vor, wie es anhält und eine Tür sich in ihm abbildet.

Ich öffne diese Tür und sehe, wie rosafarbenes, gebündeltes Licht daraus hervordringt.

Nun konzentriere ich mich auf die Person, die ich hasse und sende dieses Licht zu ihrem Herzen. Ich sehe diesen Menschen genau vor mir, ich sehe sein Herz und sehe auch in seinem Herzen eine Tür, die sich öffnet und meine Energie in sich einlässt.

Sein Herz lässt meine Energie in sich ein und sendet seinerseits einen Energiestrom zu meinem Herzen zurück. Ich sehe, wie wir verbunden sind durch einen Kreislauf rosafarbenen Lichts. Ich bleibe in diesem Bild, solange ich will.

Dann schließe ich die Tür meines Herzens und sage mir:
‚Meine Liebe heilt mich und den anderen.’

Ich kann hier meine Meditation beenden, ich kann aber auch weitergehen. Ich stelle mir nun vor, ich sei ein Adler. Ich schwebe über der Erde.

Meine Flügel sind groß, doch ich bewege sie mit Leichtigkeit. Sie tragen mich, wohin ich will.

Ich kenne mein Lebensziel: ich bin für Klarheit und Reinheit zuständig. Ich sorge für die Harmonie auf der Erde. Alles, was diese Harmonie stört, werde ich in Liebe umwandeln.

Ich bin ein mächtiger Adler. Aus großer Höhe schaue ich auf das Treiben der Menschen nieder und ‚durch-schaue’ sie mit meinen scharfen Augen. Ich sehe all ihre Bewegungen, nicht nur die ihrer Körper, sondern auch die ihrer Seele.

Ich beobachte das Treiben der Menschen. Ich beobachte, wie sie sich gegenseitig bekämpfen, verletzen und töten. Ich beobachte, wie sie auch die Tiere bekämpfen, verletzen und töten.

Ich beobachte, wie die Tiere ihrerseits dazu neigen, dasselbe zu tun. Denn das Niedere orientiert sich am Höheren. Die Tiere werden ‚ge-bildet’ durch das Tun der Menschen. Nur die hochstehenden Tiergattungen widerstehen und versuchen, den Menschen Treue, Hingabe und Liebe zu lehren.

Ich sehe, wie die großen Tiere die Kleinen fressen. Ich sehe einen Fuchs hinter einer Maus herjagen. Er fängt und tötet sie.

Ich sehe einen Wolf hinter dem Fuchs herjagen. Er fängt und tötet ihn.

Ich sehe einen Puma hinter dem Wolf herjagen. Er fängt und tötet ihn.

Ich sehe, wie ein Jäger den Puma jagt. Er fängt und tötet ihn.

Ich sehe, wie ein Mensch einen anderen Menschen jagt. Er fängt und tötet ihn.

Ich schwinge mich hoch hinauf in die Lüfte und schaue mir alles genau an - das Treiben der Menschen. Ich sehe eine große Stadt mit Millionen Häusern, Menschen, Autos und vielen Fabriken.

Über der Stadt liegt ein grauer, stinkender Abgasschleier.

Ich fliege mitten in den schmierigen Dunst und fege ihn mit meinen Flügeln hinweg. Ich säubere die Luft, indem ich ein paar Male über die Stadt fliege und beobachte, wie das Grau verschwindet und einer herrlichen, kristallartigen Klarheit Platz macht.

Die Luft duftet jetzt wunderbar und lässt die Farben unter mir viel intensiver erstrahlen.

Ich schicke den Menschen Gedanken. Sie hören diese Gedanken als eine Stimme in ihren Köpfen. Die Stimme sagt zu ihnen: ‚Schaut euch um. Seht, was ihr anrichtet. Ändert euer Denken. Richtet es aus auf Heilung!’

Ich fliege weiter. Ich sehe einen Fluss, in den dunkle Abwässer fließen. Seine Fluten sind gehemmt durch die Masse an blasigem schwarzem Gebräu, das er mit sich tragen muss.

Ich überfliege den Fluss, fliege eine große Schleife, überfliege ihn ein weiteres und weiteres Mal - und jedes Mal wird sein Wasser reiner und heller.

Es wird schließlich so klar, dass ich die Fische sehen kann, die nun munter hin- und herschwimmen und wieder gesund werden können.

Ich sehe unendliche, grün wogende Wälder, die abgeholzt werden. Viele Arbeiter mit Kettensägen sind damit beschäftigt, die riesigen Stämme umzulegen.

Ich überfliege diese Wälder ein ums andere Mal. Ich beobachte, wie immer mehr Männer zu mir aufschauen und auf mich deuten. Ich beobachte, wie sie ihre Sägen aus den Händen legen, in ihre Autos steigen und nach Hause fahren.

Ich sehe die Bäume wieder wachsen. Die hässlichen Löcher schließen sich. Die Bäume breiten ihre Kronen wieder aus und bilden ein schützendes Dach über der bunten Vielfalt der Arten.

Ich sehe Menschen, die sich eine Schlacht liefern, wobei viele Männer, Frauen und Kinder verwundet werden oder sterben.

Ich überfliege das Schlachtfeld ein ums andere Mal und beobachte, wie die Menschen innehalten und verwundert in den Himmel schauen.

Ich beobachte, wie sie ihre Waffen mit entsetzten Gesichtern betrachten, so als würden sie aus einem Traum erwachen.

Ich beobachte, wie sie ihre Waffen wegwerfen.

Ich sehe, wie sich die ‚Feinde’ umarmen und um Verzeihung bitten.

Ich sehe, wie ihre zerbombten und verbrannten Häuser wie von Zauberhand wieder errichtet werden, wie es in den Gärten vor und hinter den Häusern zu blühen beginnt.

Ich sehe, wie die Getöteten und Verwundeten sich erheben und lachen und tanzen und wie sie dem Großen Geist, der uns alle erschaffen hat, danken und für ihn singen.

Ich bin voller Liebe. Ich fühle mein Herz, ich spüre seine Wärme und hülle alles darin ein: die Menschen, die Tiere, die Pflanzen, die ganze Schöpfung.
Ich sage mir: ‚Ich glaube an eine Welt der Liebe!’

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8. Die dreifarbige Meditation des vierten Chakras

Bin ich pessimistisch, geizig, lebensabgewandt, so arbeite ich mit hellem Grün, Rosa und Gold. Hellgrün ist die Farbe jungen Blattgrüns. Sie lindert Schmerzen und streichelt sanft unsere Verletzungen. Grün ist die Farbe der Hoffnung, des Verstehens, des Aufkeimens neuen Lebens. Gold ist die Farbe der Verwandlung ins Licht.
Ich wähle einen Pyrit, einen Jadestein und einen Rosenquarz. Ich strecke mich auf dem Boden aus und lege den goldenen Stein, unter den Rippenbogen in die Mitte, rechts davon den hellgrünen und links davon den rosafarbenen.

Ich konzentriere mein Bewusstsein auf mein Herzchakra.

Ich atme Liebe. Ich denke an Liebe und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus. Dies wiederhole ich noch sechsmal.

Nun stelle ich mir meinen geistigen Führer vor. Er wohnt in mir und ist doch außerhalb von mir. Er weiß alles über mich, doch er schweigt, wenn ich ihn nicht frage. Nur wenn ich ihn suche, finde ich ihn.
Jeder Mensch hat einen geistigen Führer. Ich begebe mich auf die Suche nach ihm, ich beschließe hiermit, ihn kennenzulernen. Mein geistiger Führer kann Menschengestalt haben, Mann oder Frau sein, aber er kann sich auch in einem Tier verbergen. Ich lasse mich durch sein Aussehen nicht abschrecken oder aus dem Gleichgewicht bringen.
Entweder sehe ich ihn sofort vor mir oder ich muss ihn irgendwo suchen. Meine Füße werden wie von selbst dorthin gelenkt, wo er sich aufhält. Ich folge den Regungen meines Herzens und dem Rhythmus meiner Schritte. Vielleicht wandere ich über eine Wiese oder Straße; vielleicht gehe ich durch einen langen Korridor und öffne eine der Türen; vielleicht fliege oder tauche ich.
Früher oder später entdecke ich ihn. Er kann sich in einer Felsenhöhle hoch über dem schäumenden Meer verbergen oder in einer Gebirgshütte wohnen. Er kann im Zimmer nebenan sein oder in einem Café auf mich warten. Es kann ein Adler in seinem Horst sein oder ein Wolf im Dickicht des Waldes.

Ich lasse mein Bewusstsein schweifen und warte auf innere Bilder.

Ich habe meinen inneren Führer gefunden. Ich trete ihm gegenüber und deute auf mein Herz. Ich bitte ihn innerlich, mir etwas zu dem Zustand meines Herzens zu mitzuteilen.
Wie reagiert er? Bittet er mich zu sich hinein? Lässt er mich Platz nehmen? Was sagt er zu mir? Ich lasse alles zu und schaue, höre und fühle. Macht er sich an meinem Herzen zu schaffen? Holt er etwas heraus oder gibt er etwas hinein?

Ich übergebe ihm die drei Steine, mit denen ich gerade meditiere: den Pyrit, die Jade und den Rosenquarz. Was macht er mit ihnen? Ich gebe mich ganz dem inneren Geschehen hin. Das, was nun abläuft, gehört ganz mir. Es ist eine Sache zwischen mir und meinem geistigen Führer. Es kann lang oder kurz dauern. Dafür halte ich die CD an.

Wenn nichts passiert, warte ich. Wenn immer noch nichts passiert, verzweifle ich nicht. Ich denke auf gar keinen Fall Gedanken wie: ‚Ich kann das nicht. Er spricht nicht mit mir. Ich bin eben nichts wert, deshalb würdigt er mich nicht.’ Diese Gedanken sollen nie mehr gedacht werden, in keinem Zusammenhang mehr! Ich weiß dann einfach, dass ich aus einem bestimmten Grund meinen Führer zu einem späteren Zeitpunkt aufsuchen soll.

Nun konzentriere ich mich wieder ganz auf mein Herz. Ich fühle es immer präsenter werden. Es tritt immer mehr in mein Bewusstsein. Es schlägt regelmäßig. Es treibt das Blut, den Lebenssaft, durch meinen Körper. Es macht mir bewusst, dass ich ohne es nicht in diesem Körper leben kann. Mein Herz dient mir, ohne dass ich es dafür bezahle. Es liebt mich und verleiht mir ebenfalls die Kraft der Liebe. Ohne mein Herz wäre ich kalt. Ein grauer Leichnam.

Wenn ich die Fülle meines Herzens ablehne, fühle ich mich auch wie tot. Ich lebe im Mangel, nehme nur und gebe nicht, verzichte auf den Austausch von Gefühlen und horte meine eigenen Gefühle in einem dunklen Verlies. Ich sitze auf ihnen wie Dagobert Duck auf seinem Geldschatz. Ich fühle mich ganz in mein Herz ein.

Ich fühle, wie mein Herz anfängt zu zucken. Es bewegt sich wie ein kleines Tier, das man lange in Gefangenschaft gehalten hat. Noch sind seine Bewegungen ungelenk, doch sie bekommen zunehmend Kraft und Geschmeidigkeit. Mein Herz wächst in mir und ich habe das Gefühl, das es sich in einer neuen Freiheit ausdehnt. Es fühlt sich warm und lebendig an.

Ich will meine Gefühle, meine Liebe nicht mehr einschließen. Ich will sie herauslassen und mich und alle anderen daran teilhaben lassen. Ich öffne Dagoberts Keller und verteile die Goldstücke in viele Hände.

Ich sehe Arme reicher werden durch meine Liebe; ich höre Kinder glücklich lachen durch meine Liebe; ich sehe Hartherzige weich werden durch meine Liebe.

Ich fühle mich zugehörig zu den Menschen, die mich umgeben, zur Natur, zur ganzen Schöpfung! Ich fühle mich allem und allen verbunden und weiß, dass ich ab jetzt meine Verantwortung übernehmen werde. Meine Verantwortung als lebendiger, fühlender Mensch. Ich sage zu mir:
‚Mein Herz ist jetzt frei zu geben und zu nehmen!’

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9. Die blaugrüne Meditation des fünften Chakras

Das Kehlkopfchakra befindet sich zwischen der Halsgrube und dem Kehlkopf. Zugeordnet ist der sechzehnblättrige Lotos. Seine Farben sind hellblau, silbrig und grünlich-blau. Die frei fließende Kraft des fünften Chakras steht für die ungehinderte Freude an der Kommunikation, an sprachlichem Ausdruck und Mitteilungsbedürfnis, am lustvollen Erkennen und Vernetzen. Sie steht für Loyalität, Vertrauen, Heiterkeit, innere Ruhe, Offenheit, Weite, ferner für den Gesang, für Lachen und Weinen, das gesamte menschliche Ausdrucksvermögen im Bereich Stimme. (Unsere Sprache hat auch hier den entsprechenden Ausdruck: wenn alles in Ordnung ist und sich gut anfühlt, nennt man es ‚stimmig’, die Stimmung ist gut, es stimmt; alles andere wäre ‚un-stimmig’.)

Wenn ich an einem ständigen Wechsel zwischen Selbstüberschätzung und Minderwertigkeit leide und immer wieder in Misstrauen und geistige Enge verfalle, so meditiere ich mit einem blaugrünen Stein, womöglich in Verbindung mit Silber. Hilfreich für die Meditation wäre zum Beispiel eine Silberkette mit einem Anhänger aus blaugrünem Opal, der genau über dem fünften Chakra liegt. Ich kann aber auch einen Aquamarin oder Mondstein wählen und ihn in die Halsgrube legen. Dafür strecke ich mich auf dem Boden aus.

Ich konzentriere mich auf das fünfte Chakra unter dem Kehlkopf und verweile eine zeitlang mit meinem Bewusstsein dort.

Ich atme Freiheit. Ich denke an Freiheit und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus. Dies wiederhole ich noch sechsmal.

Jetzt sehe ich mich am Ufer eines Sees stehen, eines blaugrünen Bergsees. Die Wasserfläche ist unbewegt, nur ab und zu bildet sich ein Ring dort, wo ein Fisch nach Nahrung jagt oder ein Wasserläufer mit seinen Spinnenbeinen über die schimmernde Haut des Sees trippelt.
Der See ist umringt von hohen, schneebedeckten Bergmassiven. Die Nachmittagssonne lässt den Schnee silbern aufblitzen. Ich drehe mich einmal um meine eigene Achse und lasse meine Augen über die Berge schweifen.

Rund um den See stehen hohe, schlanke Tannen, so, als wollten sie den See beschützen. Sie erfüllen die Luft mit ihrem würzigen Aroma. In ihren Zweigen huschen Eichhörnchen herum und laufen an den Stämmen auf und ab. Vögel streicheln die Luft mit ihrem sachten Flügelschlag.

Der Duft der Tannen, die Farbe des Sees, die stummen, majestätischen Gipfel, die schräg einfallende Sonne – all das beruhigt meine Sinne. Ich atme tief ein und aus und gebe mich vollständig dieser Klarheit hin. Ich lausche dem Nichts. Ich öffne mich der Schönheit, Weite und Unendlichkeit der Schöpfung.

Ich breite meine Arme aus und bleibe so stehen.

Ich atme ein und aus.
Ich bin.

Ich lasse alles los.
Ich bin.

Der Atem strömt in mich ein. Der Atem strömt aus mir heraus.
Ich werde geatmet.
Ich atme. Ich bin.

Ich bin eins.
Der Atem und ich – wir sind eins.

Der See und ich – wir sind eins.

Die Berge und ich – wir sind eins.

Der Himmel und ich – wir sind eins.

Ich bin der Schnee, der meine Sinne kühlt.

Ich bin die Sonne, die mein Herz erwärmt.

Ich bin die Erde, die meinen Körper nährt.

Ich bin die Liebe.

Ich bin.

Ich sage mir: ‚Das Leben ist schön’

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10. Die dreifarbige Meditation des fünften Chakras

Bei hartnäckigen Ängsten, Schwerfälligkeit im Denken und Sprachblockaden wähle ich einen Türkis und, wenn ich besitze, rote Koralle und Silber und lege alles vor mich hin.
Der Türkis wird von den nordamerikanischen Indianern als Geschenk des ‚Großen Geistes’ verehrt. Er gilt als mächtiger Schutzstein und wird gemeinsam mit Silber und Koralle u.a. zu rituellem Schmuck verarbeitet. Das Korallenrot/orange ist die Komplementärfarbe zu Türkis und verstärkt nicht nur seine Strahlkraft, sondern auch seine Heilwirkung als Schutzstein. Die Vereinigung von Körper (Rot), Geist (Blau) und Seele (Silber) bewirkt die wahre Fülle.
Ich setze mich in den Yoga- oder Schneidersitz, alternativ auf die Stuhlkante, und konzentriere mich auf mein Kehlkopfchakra. Ich halte mein Bewusstsein dort so lange, wie keine Gedanken mich ablenken.

Ich atme Frieden. Ich denke an Frieden und atme ihn ein. Dann atme ich wieder aus. Dies wiederhole ich noch sechsmal.

Nun stimme ich einen Ton an. Die Tonhöhe soll angenehm in meinem Ohr klingen und mühelos zu singen sein. Man kann ein ‚OM’ singen, wobei man das ‚O’ etwas von unten her anschleift und sich dann für die Tonhöhe entscheidet. Man hält das ‚O’ solange man möchte und lässt es dann langsam in das ‚M’ übergehen. Man achte darauf, dass kein Druck auf den Ton ausgeübt wird.
Nach jedem ‚OM’ sollte man dem Ton nachlauschen. Er erzeugt eine harmonisierende Schwingung, die eine Weile in der Luft um uns herum ‚hängen bleibt’. Wenn wir eine Klangschale besitzen, können wir sie zu dieser Meditation dazunehmen und abwechselnd singen und dann sie in Schwingung versetzen. Immer lauschen wir dem Klang solange nach, bis nichts mehr wahrnehmbar ist.
Derjenige, der Obertöne singen kann, sollte dies tun. Wichtig sind die Pausen zwischen den Tönen, in denen man die Schwingung erspürt und nachwirken lässt.
Auch wer eine indianische Trommel besitzt, kann, so lange er das wünscht, darauf trommeln und nach einer Weile dazu zu singen beginnen. Wie, was oder wie lange er singt, das bleibt seiner Intuition vorbehalten.
Man kann die CD jetzt anhalten, denn nur jeder selbst weiß, wie viel Zeit er sich für das Singen nehmen möchte.

Zum Abschluss legt man sich auf den Boden, platziert den Türkis auf das Kehlkopfchakra, nimmt die Koralle in die rechte und das Silber in die linke Hand. Man dankt innerlich dem Schöpfer oder ‚Großen Geist’ und gibt sich dem inneren Nachklang der Meditation hin.
Dann sagt man: ‚Ich ruhe sicher in meinem Selbst.’



11. Die indigofarbene Meditation des sechsten Chakras

Das sechste Chakra, das sogenannte ‚Dritte Auge’ oder Stirnchakra befindet sich in der Stirnmitte zwischen den Brauen. Zugeordnet ist der zweiblättrige Lotos. Seine Farbe ist Indigo mit der Komplementärfarbe Sonnengold. Die sogenannten ‚Indigo-Kinder’, die sich jetzt verstärkt auf der Erde inkarnieren, verfügen über besonders weit entwickelte Fähigkeiten im Bereich Intuition, Hellsichtigkeit, Telepathie, Heilen und vielem anderen. Sie fallen häufig durch rebellisches Verhalten auf, andere durch ihre
Frei fließende Energie im Dritten Auge bedeutet ‚Mehrsehen’, Fähigkeit zu höheren Einsichten, Manifestationen durch gezielte Gedankenkraft, Intuition und außersinnliche Wahrnehmung, inneres Gleichgewicht, Selbsterkenntnis, gute Unterscheidungsfähigkeit. Im ‚Normalzustand’ hat nur das Kronenchakra eine Verbindung zur Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), einer Hormondrüse mit übergeordneter Funktion; im Zustand des erweckten Dritten Auges besteht auch vom Stirnchakra aus eine Anbindung.

Bei einem Hang zur Selbstherrlichkeit und Unbelehrbarkeit benutze ich einen Lapislazuli oder Sugilith oder einen anderen dunkelblauen bis tiefvioletten Stein meiner Wahl und lege mich entspannt auf den Boden.

Ich platziere den Stein auf meinem ‚Dritten Auge’ und konzentriere mich auf ihn.

Ich spüre, wie die Energie des Steins auf mein Stirnchakra einwirkt, wie es anfängt, dort zu prickeln, entspanne aber sehr bewusst meine Gesichtsmuskulatur. Ich versuche nichts zu erzwingen, sondern lasse geschehen. Ich erzeuge vollständige Ruhe in mir.

Ich atme Toleranz. Ich denke an Toleranz und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus. Ich wiederhole dies noch sechsmal.

 

Ich wiederhole jetzt eine Meditation, jedoch auf höherer Ebene. Ich lasse eine Situation vor mir aufscheinen, in der ich mich kürzlich so richtig aufgeregt habe. Entweder habe ich krampfhaft etwas zu erreichen versucht oder in einer Sache unbedingt Recht behalten wollen. Oder es ist mir Unrecht geschehen. Oder jemand hat meiner Meinung nach das Falsche gesagt oder getan.
Ich gehe noch einmal in dieses Gefühl hinein und vergegenwärtige es mir. Ich sehe es mir nicht nur von außen an, sondern gehe mitten hinein und rufe es in mir wach.
Ich rufe das Gefühl der Wut und Verbissenheit in mir wach. Wenn es nötig ist, nehme ich den Stein von meiner Stirn, stehe auf und gehe im Zimmer herum. Ich gehe mit meiner ganzen Emotion in die Wut hinein, fühle, wie mir heiß wird und ich mich wieder darüber aufrege, dass man meinem Willen entgegenhandelt, mich nicht dort hinkommen lässt, wo ich es will, dass man mich mit nichtigen Argumenten zurückhält oder mich beschimpft und kleinzumachen versucht.

Ich spüre die Verkrampfung in meinem Körper und meinem Geist. Ich spüre ganz deutlich, wie auch mein Herz sich verkrampft und nicht mehr in der Lage ist, Liebe zu empfinden. Ich spüre, dass es unregelmäßig schlägt, wenn ich in diesem Zustand bin.

Auf dem Höhepunkt meiner Wut, steige ich aus meinem Körper aus. Ich betrachte mich und meine Wut von außen. Ich betrachte mich, wie ich einen Schauspieler auf der Leinwand betrachten würde. Ich schaue mir an, wie es ist, wenn dieser jemand, der ich ist, große Wut empfindet.

Dann steige ich wieder in mich ein und lasse die Wut ‚abkühlen’. Dazu lege ich mich wieder hin und platziere den Stein. Ich kann mich allerdings auch hinsetzen und den Stein in die Hand nehmen. Ich gehe in meine innere Stille zurück und besinne mich auf mich selbst. Ich lasse die Wut, diese große Stichflamme, die mich innerlich verzehrt, kleiner werden. Sie wird zum Feuer, das mich nährt und mir Antrieb gibt – nicht mehr und nicht weniger.

Nun wiederhole ich das Ganze. Ich gehe wieder in die Situation und versetze mich in Wut. Wieder ziehen die Handlungsabläufe vor meinem inneren Auge vorbei. Erneut rufe ich die körperlichen Merkmale meiner Wut auf: Hitze, vielleicht Kopfschmerzen, Zittern. Ich gehe ganz hinein.

Auf dem Höhepunkt der Wut steige ich wieder aus.

Jetzt steige ich wieder ein und lasse die Wut abkühlen.

Ich wiederhole diesen Prozess ein drittes Mal.

Immer mehr wird mir dabei klar, dass ich der Steuermann meiner Gefühle bin. Ich entscheide, wie ich reagiere. Es ist nicht wirklich der andere, der die Reaktion bei mir ‚hervor-ruft’. Ich rufe sie hervor!

Ich schaue mir nun den Grund meiner Wut an. Ich konzentriere mich auf die Ursache. Womit hat meine Wut wirklich zu tun? Alte Verletzungen? Ja, alte Verletzungen. Diese Wut ist eine alte Wut. Sie hat nichts mit der augenblicklichen Person oder Situation zu tun. Ich gehe in die Ursache meiner Wut. Ich rufe mir alte Verletzungen in Erinnerung und versuche, sie in ihrer Wucht zu spüren. Ich gehe ganz hinein.

Ich spüre, wie es in mir sagt: ‚Ja, das ist es. Hier tut es weh. Ja, hier hat man mir Unrecht getan. Ja, hier wurde ich nicht respektiert. Ja, hier wurde ich gedemütigt.’

Ich schaue mir jetzt alles noch genauer an. Hat man mir Unrecht getan, mich verletzt, mir Angst eingejagt oder mich schwach gemacht - so verschaffe ich mir einen Überblick darüber, warum ich es habe geschehen lassen. Inwiefern entspricht es meinem Muster, mich verletzen und demütigen zu lassen? Und welche Schritte habe ich bisher unternommen, um dieses Muster zu verlassen? Warum lasse ich mir Steine in den Weg legen? Möchte ich mein Ziel vielleicht gar nicht wirklich erreichen?

Habe ich mir mein Ziel selbst gesetzt oder lasse ich mich von fremden Motiven leiten? Tue ich es für jemand anderen? Für meine Eltern vielleicht oder meine Frau/Mann?
Hat man mir widersprochen, so frage ich mich: gibt es einen Grund dafür? Liege ich womöglich falsch? Versteife ich mich auf eine Position, die ich nur deshalb einnehme, damit ich mich stärker fühle als ich mich in Wirklichkeit wahrnehme?

Und warum kann ich den Widerspruch so schlecht hinnehmen? Glaube ich, dass der Widerspruch nicht nur der Sache gilt, sondern auch mir? Oder bin ich hochmütig und meine, es besser zu wissen, als andere?

Vielleicht beginnt langsam eine Erkenntnis zu dämmern: die Wut richtet sich gegen mich selber. Sie ist eine Kontrollfunktion meines Höheren Selbst, das mir damit in Erinnerung ruft, wer ich bin. ‚Schau’, sagt es in mir, ‚du bist wütend auf dich selbst, weil du es geschehen lässt. Weil du dich versteckst. Weil du Angst hast.’

Auch jetzt kann ich die CD anhalten, um mir in Ruhe Klarheit zu verschaffen. Wenn ich den Grund oder die Gründe für meine Wut nun kenne, entscheide ich, wie ich in Zukunft mit ihr umgehe und wie ich mein Verhalten verändern möchte.

In vollkommener Ruhe erzeuge ich einen inneren Ablauf in mir. Ich lasse die Ausgangssituation aufscheinen, die zu meiner Wutreaktion geführt hat. Dann ersetze ich meine Reaktion mit derjenigen, die ich für angemessener halte. Ich lasse das neue Geschehen wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen. Dafür halte ich die CD an.

Ich beende die Meditation wieder in vollkommener Gedankenstille. Entweder liegt der Stein auf meiner Stirn oder in meiner Hand. Ich trage ihn in den nächsten Wochen immer bei mir und umfasse ihn, sobald sich eine Krisensituation ergibt. Seine Energie wird mich auf dem Weg zur Klarheit unterstützen.
Ich sage mir: ‚Ich fühle Demut und verneige mich vor dem Schöpfer.’

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12. Die goldene Meditation des sechsten Chakras

Hier geht es um den Zustand der geistigen Blindheit und unfreiwilligen, weil unbewussten Selbstbeschränkung. Dazu spreche ich die Meditation aus dem zweiten Solé-Buch, die Übung der Berufung. Ich wähle einen Stein oder Gegenstand aus echtem Gold. Möglich ist auch ein Tier aus Gold, das Tier, zu dem ich den größten Bezug habe. Das kann ein Delphin oder Adler sein, aber auch ein Pferd oder Biber und vieles mehr.
Ich strecke mich auf dem Boden aus und lege das Gold auf mein ‚Drittes Auge’. Auf meine beiden geschlossenen Augen lege ich je einen violetten Stein.

Ich erzeuge Gedankenstille oder einen Zustand größtmöglicher Ruhe. Ich konzentriere mich auf das Energiezentrum auf meiner Stirn und fühle seine Kraft und Klarheit.

Ich atme Klarsicht. Ich denke an Klarsicht und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus. Dies wiederhole ich noch sechsmal.

Ich schicke alle Gedanken weg, die in meinem Kopf herumgeistern. Ich denke nicht an meine Probleme, nicht an das, was ich gleich noch erledigen muss. Ich nehme mir diese Zeit und weiß, dass sie jetzt für nichts anderes da bin als das, was ich gerade tue. Und ich tue nichts, absolut nichts. Ich sitze nur da und warte, bis mein Kopf leer ist und keinen Mucks mehr von sich gibt. Es ist, als würde ich einen Schriftsatz im Computer einfach löschen. Das Blatt ist leer. Ich bleibe ein wenig in dieser Leere. Gönne sie meinem armen Kopf, der sonst nie Ruhe hat.

Jetzt schließe die Augen und konzentriere mich auf meine Stirnmitte. Es ist die Stelle zwischen den Augen, man nennt sie auch ‚das dritte Auge’. Das dritte Auge ist ein wichtiger Energiepunkt. Ich fühle, wie diese Stelle immer wärmer wird. Es kann sein, dass sie sich regt, dass sich ein Gefühl einstellt, als würde es darin rieseln. Ich lasse das Gefühl zu und entspanne mich dabei. Es ist die Empfindung, die sich einstellt, wenn ich mit meinem dritten Auge arbeite. Es ist aber auch in Ordnung, wenn ich nichts spüre.
Ich sehe, fühle oder stelle mir nun vor, wie ein goldener Strahl aus meinem ‚Dritten Auge’ in den Kosmos greift. Es ist ein kraftvoller Strahl, ein Strahl meiner Bewusstheit und zunehmenden positiven Macht. Ich vertiefe mich in dieses Bild.

Ich denke jetzt an meinen Wunsch. Er kann lauten: ‚Was ist meine Berufung? Bitte helft mir, meine Berufung zu finden.“ Es kann aber auch jeder andere Wunsch sein.

Ich formuliere diesen Wunsch, konzentriere ihn in meinem dritten Auge und stelle mir gleichzeitig vor, der goldene Strahl würde aus meiner Stirnmitte in die Höhe schießen. Es ist der Strahl meines Wunsches. Auf diesem Strahl schicke ich meinen Wunsch nach oben in die Geistwelt. Durch die gesammelte Kraft meiner Willensenergie wird der Wunsch verstärkt und bringt mir eine schnellere Verwirklichung oder Antwort.

Ich bleibe noch ein wenig im Zustand der Konzentration. Ich kann mir vorstellen, wie der goldene Strahl in den Kosmos schießt, ich kann ihn mir vorstellen zwischen Sternen und Planeten.

Ich kann mir aber auch vorstellen, dass der Strahl geradeaus schießt und dass ich ihm einfach folge, dass ich meinem Wunsch hinterher gehe.

Dieses Bild trage immer in mir. Der Strahl meines Willens eilt mir voraus und ich brauche nur zu folgen.

Dann lasse ich los und entspanne mich wieder.

Ich schließe nun das dritte Auge Dazu stelle ich mir vor, dass dort oben eine kleine Tür zugeht. Das ist wichtig, um nicht unkontrolliert Kraft daraus zu verlieren oder Dinge in mich einzulassen, die ich nicht in mir drin haben will.

Ich erfülle mich mit Dankbarkeit und sage: ‚Ich danke euch, dass ihr für mich da seid!’ Ich richte mich damit an viele Geister und Engel. Ich kann mich auch an meinen Schutzengel oder an Gott wenden, so, wie ich mich am besten fühle.

Ich sage mir: ‚Ich bin zutiefst dankbar, dass ich leben darf und erfülle freudig meine Aufgabe.’

Wenn ich mit einem Fluorit auf dem Dritten Auge meditiere, sollte ich eine Frage stellen und warten, was geschieht. Der Fluorit besitzt die Eigenschaft, verschlossene Türen zu öffnen. Mit ihm zu arbeiten bedeutet Abenteuer.

Meditiere ich mit meinem Krafttier, so lasse ich dieses Tier vor meinem inneren Auge erstehen. Ich schaue ihm zu, wie es sich bewegt, wohin es läuft, wie es sich verhält. Will es mir etwas mitteilen? Schaut es mich an und vermittelt mir ganz intensiv etwas mit seinen Augen? Nimmt es mich auf seinen Schwingen mit hinauf in den Himmel? Oder führt es mich unter die Erde, ins Wasser, ins Feuer? Was geschieht?
Diese Meditation ist beweglich und veränderlich. Ich kann meinem Krafttier Fragen stellen oder es einfach agieren lassen. Ich kann um seinen Schutz bitten oder um seinen Rat. Es ist mein Leittier zu innerer Klarheit und größerer Bewusstheit. Es beweist mir, dass ich nicht allein bin und dass die Welt bunter und größer ist, als ich es ahnte. Es verbindet mich mit meinen Wurzeln und altem Wissen, das ich in mir trage und das jetzt wieder aktiviert wird. Jetzt, in dieser Zeit, wo das alte Wissen wichtiger denn je ist, um unseren Planeten vor zu starker Materialisierung zu schützen.

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13. Die dunkelviolette Meditation des siebten Chakras

Die frei fließende Energie des Kronenchakra verbindet uns mit unserem Höheren Selbst, mit unserer Spiritualität, mit unserem ewigen Wissen und Einssein. Hier vollzieht sich die höchste Erkenntnis, das spirituelle Wachstum, die Verschmelzung mit dem Kosmos. Wir sind die Mittler zwischen Himmel und Erde und leben in ständigem Bewusstsein unserer hohen Aufgabe: Licht in das Dunkel zu bringen und das Dunkel somit in Licht umzuwandeln, immer in dem Bewusstsein, dass alles letztlich eins ist.

Im Zustand der blockierten Spiritualität, der zu großen Materialisierung, wähle ich einen dunkelvioletten und möglichst klaren Amethyst. Ich nehme ihn in beide Hände, deren Handflächen ich aneinanderlege und wie zum Gebet vor mein Kehlkopfchakra in Position bringe.

Ich erfülle mich mit tiefer Ruhe und Andacht. Mein Bewusstsein zentriert sich im Wurzelchakra und wandert dann Chakra um Chakra aufwärts ins Sexualchakra, in den Solar Plexus, zum Herzen, zum Kehlkopf, zum Dritten Auge und schließlich ins Kronenchakra.

Dort verharre ich in höchster Konzentration.

Ich atme Einheit. Ich denke an Einheit und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus. Dies wiederhole ich noch sechsmal.

Nun vertiefe ich mich in das Bild eines Kirschbaumes. Ich sehe ihn im Winter vor mir, wie er kahl und starr dort steht, seine Äste wie ein Schattenriss vor dem kalten klaren Sternenhimmel. Die Knospen an den Zweigen sind noch fest geschlossen, wie Augen, die sich noch nicht öffnen wollen.

Es fallen dicke weiße Schneeflocken auf den Baum und hüllen seine Zweige in einen Winterpelz. Der volle Mond lässt die Kristalle geheimnisvoll auffunkeln. Es ist sehr still. Nur ein Käuzchen schreit, dann und wann raschelt ein Hase vorbei. Ich verweile in diesem Bild, solange ich möchte.

Dann sehe ich, wie sich der Himmel langsam rosa färbt. Der Morgen naht. Langsam steigt die Sonne über den Rand des Horizontes und verbreitet ein mildes, leicht diffuses Licht.

Ich beobachte, wie sich die Knospen des Baumes ganz langsam auffalten, wie sich kleine zartgrüne Blätterhändchen herauswagen, sich unaufhaltsam entfalten und dem Licht entgegen streben. Gleichzeitig öffnen sich weiße Blüten und locken mit ihrem Duft Scharen von Bienen an. Ihr Summen erfüllt die Luft, ich spüre, wie sie förmlich davon zu vibrieren beginnt. Ich lasse dieses Summen in mich eindringen und fühle, wie sich Blockaden in meinem Körper lösen. Das Summen ist wie eine Massage aus Tönen, die die Missschwingungen und Verkrampfungen in mir lösen. Ich gebe mich eine Weile diesem Geräusch und meinen Körperempfindungen hin.

Ich spüre, wie auch in mir sich etwas entfaltet, etwas, das bisher geschlossen war. Ich spüre Bewegung in meinen Körperzellen, so als würden sie gerade aufwachen und sich gähnend strecken. Ich spüre ein Prickeln im ganzen Körper, besonders stark an den Chakrenpunkten. Ich gehe sie noch einmal von unten nach oben durch und fühle mich in sie ein.

Jetzt lasse ich die Sonne weiter emporsteigen, bis sie direkt über dem Baum steht und ihn einhüllt in ein hellgoldenes Kleid. Die Wärme und der Fortgang der Jahreszeit lässt die Blätter tiefgrün werden. Die Blüten verwandeln sich in kleine, blankpolierte grüne Kugeln.

 

Der Wind rauscht in den Blättern, die Vögel hüpfen zwitschernd von Ast zu Ast, Raupen bewegen sich mäandernd über seine Rinde, kleine und große Käfer krispeln im Laub.

Der Baum wirft einen weiten Schattenkreis auf die Wiese. Und auf dieser Wiese, darunter und darüber, wimmelt es von Lebewesen. Überall herrscht geschäftiges Treiben, ein Kommen und Gehen. Ich vertiefe mich in diese Bewegung, ich atme ein und aus mit ihr und fühle mich lebendig, zugehörig, warum und verbunden. Ich verweile in diesem Zustand, solange ich mag.

Dann lasse ich das Licht langsam goldener werden. Im sich vertiefenden Schein der Sommersonne reifen die Kirschen zu einem prallen Rot heran. Die Vögel im Umkreis verständigen sich und flattern herbei, um die köstlichen Früchte aufzupicken.

Ich stelle mir vor, wie ich eine Kirsche pflücke und sie in meinen Mund stecke. Ihr Saft erfüllt mit ihrem Aroma meine Mundhöhle, es schmeckt süß und fruchtig, mein Bewusstsein konzentriert sich auf nichts anderes als auf diesen Geschmack in diesem Augenblick.

Die Sonne steigt langsam vom Himmel herab, ihr Gold bekommt kupferne Flecken, sie hüllt den Kirschbaum mehr und mehr in das lodernde Gewand eines orangefarbenen Abends. Die Blätter verfärben sich und nehmen das Orange, Rot, Kupfer und Gold des Himmels an. Das Gras leuchtet in tiefem Grün und nimmt schweigend die herabfallenden Blätter auf und breitet sie wie eine Decke über sich.

Die Wacholderdrossel hat sich in die Krone des Baumes gesetzt und singt ein süßes, zu Herzen gehendes Lied. Die Töne berühren mein Innerstes und erfüllen mich gleichzeitig mit Wehmut und Glück. Diese Musik ist wie das Leben, sie beinhaltet alles, was das Leben auf der Erde uns geben kann: das Traurige und das Schöne, das Innige und Schmerzliche, all die Nuancen, die das irdische Dasein für uns interessant machen.
Ich verweile in der Abgeklärtheit der Bilder und Gedanken, solange ich dies wünsche. Dafür kann ich die CD jetzt anhalten.

Ich erhebe ich mich ganz langsam und lenke mein Bewusstsein wieder ins Kronenchakra. Ich öffne meine Hände und betrachte den violetten Stein. Ich nehme ihn zwischen meine Handflächen und platziere meine Hände so auf dem Kronenchakra, dass sie wie ein Trichter wirken.

Nun sehe ich vor meinem inneren Auge, wie kosmisches helles Licht in den Stein fließt, sich in violettes, klärendes reinigendes Licht verwandelt und durch mich hindurchströmt.

Ich sage mir: ‚Ich bin der ich bin.’

Bei einer Wiederholung der Kronenchakra-Meditation bin ich selbst der Baum auf seiner Wanderung durch Nacht und Tag, durch Winter, Frühling, Sommer und Herbst.

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14. Die Kristallmeditation des siebten Chakras

Ich werde durch kosmische Energie gespeist. Ich leite diese Energie in meine Umgebung und in die Erde. Mich wiederum versorgt die Erde mit irdischer Kraft. Ich wiederum gebe menschliche Energie an den Kosmos zurück. So ist ein Kreislauf geschaffen, der unendlich viel bewirken kann, wenn wir uns der Macht dieses Energieflusses bewusst sind.
Wir sind Transformatoren. Die Energie, die wir empfangen, wird von uns verändert. Sie wird personalisiert. Unser Bewusstseinszustand entscheidet über die Qualität dessen, was wir ins System wieder einspeisen.

Um diesen Kraftstrom bewusst zu machen und aus dem Zustand der Isolation und Verbitterung herauszukommen, wähle ich einen Bergkristall. Am besten eine Kristallkugel. Ich setze mich bequem hin und leere meinen Kopf von Gedanken. Dabei ist mein Bewusstsein im Kronenchakra zentriert.

Ich atme höchste Weisheit. Ich denke an höchste Weisheit und atme sie ein. Dann atme ich wieder aus. Dies wiederhole ich noch sechsmal.

Ich vertiefe mich in folgendes Bild: Ich sehe einen weißen Kraftstrom, der durch mich hindurch geht. Er kommt aus dem Kosmos und fließt in mein Kronenchakra und durch mein Rückgrat in den Boden.

Ich sehe einen zweiten Kraftstrom, der mit dem ersten verbunden ist, aber innerhalb von mir kreist. Er beginnt im Kronenchakra und nährt sich aus dem Zufluss der kosmischen Energie. Er strömt durch mein Rückgrat, passiert den Anus und den Beckenboden, lädt sich mit Erdenergie auf und wird vorne wieder aufwärts geführt über das Sexualchakra, den Solar Plexus, das Kehlkopfchakra, das Herzchakra, das Dritte Auge in das Kronenchakra. Von dort geht es wieder hinab und wieder hinauf.
Wo ich hingehe, geht auch dieser Kraftstrom mit mir.

Im Bewusstsein dieses unendlichen Kraftstromes nehme ich den Stein oder die Kugel in beide Hände. Ich schaue in den Kristall.

Ich bitte ihn, mir Klarheit zu schenken. Ich kann ihn bei einem Problem um Hilfe bitten. Ich kann auch einfach nur warten, was geschieht. Vielleicht erzählt er eine Geschichte. Vielleicht sehe ich Farben oder Bilder. Oder ich höre seine Stimme in meinem Kopf. Oder ich spüre, wie eine große Klarheit und Verbundenheit von mir Besitz ergreift. Möglicherweise werde ich von Traurigkeit überwältigt und muss weinen. Ich lasse dies geschehen, denn ich weiß, dass die Tage meiner Isolation vorbei sind. Wenn ‚nichts’ geschieht, spüre ich in das Nichts hinein. Ich lasse locker und verlange überhaupt ‚nichts von mir. Ich darf einfach nur sein. Mein Wert wird nicht gemessen an der Anzahl von Visionen, die mich ergreifen. Das ‚Nichts’ kann mein Weg sein.

Ich sage mir: ‚Ich vertraue. Ich werde genährt von Erde und Himmel.’

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Abschlussmediation für alle Chakren

Bevor ich mit der Meditation beginne, vergegenwärtige ich mir die Bedeutung der Chakren-Farben:
Rot steht für Lebenskraft, Basisenergie und Sexualität, Beziehung zum Körper, Selbstbejahung; Orange gibt Wärme, Lebensfreude und Erotik; Gelb macht innerlich hell, strahlend, selbstbewusst und optimistisch; Rosa/Grün steht für Herzenswärme, Liebe, Zärtlichkeit und Vergebung, inneres zur Ruhe Kommen, Heilen und Wachsen; Hellblau steht für Selbstdarstellung, Kreativität und Lebensausdruck; Indigo unterstützt die Intuition, Geisteskraft und Nächstenliebe; Violett/Weiß/Gold stehen für das reine Sein, Selbsterkenntnis, körperliche und geistige Entwicklung.

Ich stehe entspannt mitten im Raum oder auf meinem ‚Kraftplatz’ (Es wird an meiner Wohnstätte immer einen besonderen Platz geben, an dem ich mich am liebsten aufhalte. So wie Hunde und Katzen ihre Lieblingsstellen haben und sich dort einrollen, um zu schlafen oder träumen, so haben auch wir Menschen einen Instinkt in uns, der uns zu unserem ‚Kraftplatz’führt. Diesen Platz gilt es zu finden)
Ich lasse nun Stille in mich einkehren.

Ich beginne beim Wurzelchakra. Dorthin schicke ich mein Bewusstsein. Ich gehe in die Farbe Rot und lebe mich in ihre Energie ein. Ich lasse die Bilder in mir aufsteigen, die sich zeigen wollen. Ich lasse auch die Gedanken zu, die sich im Zusammenhang mit der Farbe Rot und dem Wurzelchakra melden.

Nun lasse ich mich auf die rote Energie ein, die Lebenskraft, die mich nährt, die mir Feuer gibt, mich antreibt, aus der heraus ich bin; sie schenkt mir mein Körperbewusstsein, die Art, wie ich im Leben stehe, gebe und nehme. Ich bleibe in dieser feurigen warmen Kraft, solange ich möchte.

Jetzt wandert mein Bewusstsein in das Sexual- oder Sakralchakra. Dorthin schicke ich mein Bewusstsein. Ich gehe in die Farbe Orange und lebe mich in ihre Energie ein. Ich lasse die Bilder in mir aufsteigen, die sich zeigen wollen. Ich lasse auch die Gedanken zu, die sich im Zusammenhang mit der Farbe Orange und dem Sexualchakra melden.

Nun lasse ich mich auf die orangefarbene Energie ein, die Kraft, die mich mit Freude und Zuversicht erfüllt, die mir die Energie zur schöpferischen Fortpflanzung spendet, die warm ist und strahlt und mich in ihren starken Armen hält. Ich bleibe in dieser lebensbejahenden fröhlichen Kraft, solange ich möchte.

Jetzt wandert mein Bewusstsein in das Sonnengeflecht oder Solar-Plexus-Chakra. Dorthin schicke ich mein Bewusstsein. Ich gehe in die Farbe Gelb und lebe mich in ihre Energie ein. Ich lasse die Bilder in mir aufsteigen, die sich zeigen wollen. Ich lasse auch die Gedanken zu, die sich im Zusammenhang mit der Farbe Gelb und dem Sonnengeflecht melden.

Jetzt lasse ich mich auf die gelbe Energie ein, die Kraft, die mich in mir selbst verankert, von der aus ich mein Sein gestalte, die mich Sonne für mich selbst und andere werden lässt; die Kraft, aus der ich heraus fröhlich und kontaktfreudig bin, geistig rege und vielseitig, die mich positiv denken lässt. Ich bleibe in dieser selbstbewussten kreativen Kraft, solange ich möchte.

Nun wandert mein Bewusstsein in das Herzchakra. Dorthin schicke ich mein Bewusstsein. Ich gehe in die Farbe Rosa und lebe mich in ihre Energie ein. Ich lasse die Bilder in mir aufsteigen, die sich zeigen wollen. Ich lasse auch die Gedanken zu, die sich im Zusammenhang mit der Farbe Rosa und dem Herzchakra melden.

 

Jetzt lasse ich mich auf die rosafarbene Energie ein, die Kraft, die mich mit Liebe und Zärtlichkeit füllt, die mich wärmt und Herzlichkeit von mir ausgehen lässt, die Kraft, die vergibt und tröstet, egal, was auch passiert ist. Ich bleibe in dieser liebenden, verschmelzenden Energie, solange ich möchte.

Ich bleibe beim Herzchakra und lebe mich in die Farbe Grün ein. Ich lasse die Bilder in mir aufsteigen, die sich zeigen wollen. Ich lasse auch die Gedanken zu, die sich im Zusammenhang mit der Farbe Grün und dem Herzchakra melden.

Dann lasse ich mich auf die grüne Energie ein, die Kraft, die beruhigend auf meine Sinne einwirkt und mich mit Lebensmut versorgt, die Abgeklärtheit und Himmelszuwendung bedeutet. Das Grün der Harmonie, Ausgeglichenheit und Liebe zur Schöpfung. Ich bleibe in dieser klaren, beruhigenden Stimmung, solange ich möchte.

Jetzt wandert mein Bewusstsein in das Kehlkopfchakra. Dorthin schicke ich mein Bewusstsein. Ich gehe in die Farbe Hellblau/Türkis und lebe mich in ihre Energie ein. Ich lasse die Bilder in mir aufsteigen, die sich zeigen wollen. Ich lasse auch die Gedanken zu, die sich im Zusammenhang mit der Farbe Hellblau und dem Kehlkopfchakra melden.

Nun lasse ich mich auf die hellblaue Energie ein, die Kraft, die mich sensibel und vertrauensvoll sein lässt; die klärend wirkt und innere Ruhe verschafft; die inspiriert, heiter macht, hingebungsvoll und treu. Ich bleibe in dieser abgeklärten, offenen Stimmung, solange ich möchte.

Jetzt wandert mein Bewusstsein in das Stirnchakra oder ‚Dritte Auge’. Dorthin schicke ich mein Bewusstsein. Ich gehe in die Farbe Indigo und lebe mich in ihre Energie ein. Ich lasse die Bilder in mir aufsteigen, die sich zeigen wollen. Ich lasse auch die Gedanken zu, die sich im Zusammenhang mit dem dunklen Blau und dem Stirnchakra melden.

Ich lasse ich mich jetzt auf die indigofarbene, also tiefblaue Energie ein, die Kraft, die mich mit Intuition, starker Geisteskraft, Fruchtlosigkeit und tiefem Verständnis versorgt; die mich Eigenverantwortung lehrt und Mut zur Veränderung; die das Tor zur ‚Anderswelt öffnet. Ich bleibe in dieser allumfassenden, weitsichtigen Energie, solange ich möchte.

Nun wandert mein Bewusstsein in das Kronenchakra. Dorthin schicke ich mein Bewusstsein. Ich gehe in die Farbe Violett und lebe mich in ihre Energie ein. Ich lasse die Bilder in mir aufsteigen, die sich zeigen wollen. Ich lasse auch die Gedanken zu, die sich im Zusammenhang mit der Farbe Violett und dem Kronenchakra melden.

Jetzt lasse ich mich auf die violette Energie ein, die Kraft, die mich mit hohen geistigen Fähigkeiten ausstattet, mit der Vernetzung mit dem spirituellen Raum, mit Menschenfreundlichkeit, Toleranz und Humor. Sie verknüpft Geistiges mit Körperlichem-Seelischem.

Ich verweile im Kronenchakra und lebe mich in ein reines Weiß ein, die Kraft, die die Unberührtheit des menschlichen Geistes von Dunkelheit symbolisiert. In ihr finden wir unsere geistige Heimat wieder, sie erfüllt uns mit einer überirdischen Gelassenheit und Transparenz, mit Demut und reiner Seinsfreude.

Zum Abschluss lebe ich mich das Gold ein. Ich bin Königin oder König in meinem Sein. Ich bin autark und voller Kraft, vernetzt mit Himmel und Erde. Ich treffe meine Entscheidungen souverän und weitsichtig. Mein Wissen ist Weisheit geworden. Ich habe mein Menschsein veredelt, indem ich auf alle Inkarnationen zurückblicken kann in dem Wissen, dass ich mein Ziel nun erreicht habe oder bald erreichen werde.

 

Ich betrachte mich nun von außen und sehe meine Kraftzentren in ihren Farben. Jedes Chakra strahlt seine Farbe in alle Richtungen ab und vermischt sich mit den nachbarfarben, sodass ein harmonisches Farbspektrum entsteht. Das bin ich: ein bunt leuchtendes Geistwesen. Ich bin nicht klein, ich bin groß. Ich bin nicht eng, ich bin weit. Ich bin nicht dumm, ich bin weise. Ich bin nicht getrennt, ich bin verbunden. Ich bin nicht gehasst, ich bin geliebt.
Ich sage mir: ICH BIN.

Dieses Bewusstsein trage ich von nun an immer bei mir. Ich weiß, dass mir nichts passieren kann. Ich habe keine Angst mehr. Ich zweifle nicht mehr. Ich bin.

Meditation ist Gebet. Kein hingeplappertes Gebet, bei dem ich nicht aufmerksam bin, sondern ein sehr konzentriertes, zielgerichtetes. Wenn ich lerne, in Zukunft auf diese Weise zu beten, werde ich spüren, wie meine geistige Kraft wächst und ich Zugang zu den Höheren Welten bekomme.

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Mein Guru als Hrbeispiel

 

Zeichnung von Christian Botsch

Zeichnungen von Christian Botsch vom 24. und 25. Januar 2008